Info: Stängelkohl, Cima Di Rapa

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Quelle nach Barbara Rias-Bucher Exotisches Gemüse und weiteren Quellen Erfasst *RK* 06.10.02 von Petra Holzapfel:

Zubereitung

Staengelkohl gehoert zur Familie der Cruciferae (Kreuzbluetler).
Das Blattgemuese ist aus einer Wildpflanze entstanden, von der auch Senfspinat, Chinakohl, Teltower Ruebchen oder Ruebstiel abstammen. Cima di rapa waechst etwa 80 cm hoch, traegt krause Blaetter und gelbe Blueten. Cima di rapa stammt aus dem Mittelmeerraum, waechst wild aber vermutlich auch in anderen Regionen.
Gewerbsmaessig wird Cima di Rapa in Italien angebaut, vor allem in den sueditalienischen Provinzen Kampanien und Apulien. Er gilt dort als typisches Wintergemuese und wird vor dem Aufbluehen der Knospen geerntet, weil der Kohlgeschmack dann noch nicht so intensiv ist.
Essbar sind vor allem die Bluetenknospen, aber auch Blaetter und Stiele. Er wird gegart verwendet.
Das Aussehen der fleischigen Stiele und kleinen Knospen erinnern an Brokkoli, die kraeftigen krausen Blaetter an das Kraut von Speiserueben. Das Gemuese riecht nach Kohl und hat ein leicht bitterliches Kohlaroma (eher sanft, solange die Bluetenknospen noch geschlossen sind, der Kohlgeschmack nimmt mit dem Aufbluehen der Knospen zu).
Qualitaetsmerkmal sind fleischige, dicke, geschlossene Bluetenknospen. Maximal 2 Tage im Kuehlschrank aufheben (nach Dumont im Plastikbeutel im Gemuesefach bis 7 Tage).
Zur Vorbereitung wird die Pflanze in Roeschen und Stiele geteilt und gewaschen.
Typische Gerichte:
Apulien: in Stueckchen schneiden, mit Orecchiette, gehackten Sardellenfilets, zerdruecktem Knoblauch, Olivenoel und geriebenem Pecorino servieren.
Norditalien: blanchieren, mit Essig und Oel mischen und als Beilage zu Bollito misto servieren.
International: blanchieren, mit Sahne, geriebenem Kaese und Semmelbroeseln mischen und als Gratin backen.
Kuechentips: Etwa so kurz wie kleine Brokkoliroeschen garen: So bleibt der Kohl bissfest. Cima di rapa eignet sich gut fuer den Wok.
Gekeimte Samenkoerner von Cima di rapa schmecken angenehm scharf. Man kann sie wie Sprossen unter Salat und Rohkost mischen.

< INFO: STECKRUEBE (KOHLRUEBE)
Info: Süßstoff liefernde Pflanzen (Teil Ii) >