Sauerkraut

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Zubereitung

Dr. Ina Ilkhanipur über Sauerkraut Weißkohl: Ausgangspunkt für Sauerkraut ist Weißkohl, der u. a. sehr viel Vitamin C enthält und bei vielen medizinischen Anwendungen nützlich sein kann. James Cook hat auf seinen Seefahrten immer Sauerkraut mitgeführt, um die Mannschaft gegen Skorbut, gegen die Vitamin-C-Mangel-Krankheit, zu schützen.
Äußerlich angewendet ist das Kraut besonders wirksam bei schmerzenden Gelenken, Schulterverspannungen und Schleimbeutelentzündungen.
Man nimmt ein Kohlblatt, schneidet die Mittelrippe heraus und wallt mit einer Flasche oder einem Wallholz so lange bis Saft austritt und das Blatt fast flach ist.
Dieses Blatt legt man dann auf die schmerzende Stelle (im akuten Fall kalt, ansonsten über Wasserdampf leicht angewärmt), bedeckt es mit einem Innentuch, darauf legt man die Heilwolle und deckt den Wickel mit einem Außentuch ab. Der Patient sollte mit dem Kohlwickel je nach Schmerz 10 bis 60 Minuten ruhen.
Sauerkraut: Die Gärung kommt durch Keime aus der Luft und von den Kohlblättern in Gang. Durch das Salz verlieren die Zellen Zellwasser, die Zellwände werden aufgebrochen, das Blattgewebe wird weich und damit leichter verdaulich.
Im Sauerkraut ist zunächst eine Mischflora aus Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen. Dann setzen sich nach und nach die Milchsäurebakterien durch. Krank machende Keime überleben den Säuerungsprozess nicht. Milchsauer eingelegter Kohl enthält weitere Vitamine: A - für die Augen, E - wichtiger Radikalenfänger (ähnlich wie Vitamin C), B - Vitamine, die für die Nerven sehr wichtig sind. Außerdem enthält Sauerkraut Folsäure, Zink und Kalium.
Gesäuerte Lebensmittel enthalten auch Vitamin B 12, das sonst nur in tierischen Lebensmitteln zu finden ist. (Auch Bier enthält Vitamin B 12, jedoch in kleinen Mengen, das ebenfalls durch die Gärung entsteht.) Es ist vor allem für Vegetarier und Veganer wichtig Sauerkraut zu essen, da sonst das fehlende Vitamin B 12 in Tablettenform eingenommen werden muss.
Vitamin B 12 benötigt der Körper für die Blutbildung.
Sauerkraut sollte wenn möglich frisch (nicht aus der Dose) und am besten roh verzehrt werden.
Frau Dr. Ilkhanipur empfiehlt, mindestens einmal wöchentlich Sauerkraut zu essen, vor allem im Winter, wenn die Auswahl an frischem Gemüse und Obst nicht sehr groß ist, aber auch alle anderen milchsauer eingelegten Gemüsearten (z.B. Rüben, Bohnen, Rote Bete usw.).
Sauerkraut aktiviert den Stoffwechsel, belebt Nerven und Gehirn, fördert Blutbildung und Zellwachstum.
Milchsauer eingelegtes Kraut hat viele Ballaststoffe, die für die Darmgesundheit wichtig sind. Sie sorgen außerdem dafür, dass die milchsauren Bakterien in den Darm kommen und somit das Immunsystem stimulieren; sie senken den Cholesterinspiegel und können einen Krebsschutz bieten .
Nach einer Antibiotika-Therapie ist es empfehlenswert, die Darmflora mit Sauerkraut wieder aufzubauen.
Sauerkraut kann Durchfallerkrankungen verhindern bzw. verbessern.
Koreaner essen täglich 200 bis 300 g Kim-Chi (gesäuerter Chinakohl) und beugen so dem Darmkrebs vor, was wissenschaftlich nachgewiesen ist.
Beim Fasten sollte Sauerkraut eine große Rolle spielen, weil es pro 100 g nur 17kcal hat. Beim Heilfasten sollte Sauerkrautsaft getrunken werden, weil er eine ähnliche Wirkung hat wie das Kraut und außerdem sehr abführend ist.
Sauerkrautsaft eignet sich zur Therapie von Magenleiden (Magenschleimhautentzündung, Reizmagen) und Reizdarm.

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