Mediterrane Kraeuter (Info)

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publiziert auf 1001-Rezept vor 15 Jahren
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Zubereitung

Ob duftendes Basilikum, wuerziger Rosmarin oder frischer Thymian - in den letzten zwanzig Jahren haben die Kraeuter der Mittelmeerkueche zunehmend die Herzen der Deutschen erobert. Sie bringen immer einen Hauch von Sommer und Urlaub auf den Tisch und sind aus unserer Kueche und unseren Gaerten nicht mehr wegzudenken.
Basilikum: Das frische, gruene Gewuerzkraut stammt eigentlich aus Indien und kam erst im 12. Jahrhundert nach Europa. Vor allem in Griechenland war man damals so begeistert von der Pflanze, dass man ihr den Namen "basilikon" gab, was "koeniglich" bedeutet. Bei uns glaubte man im Mittelalter zunaechst, aus der Basilikumwurzel wuerde ein Skorpion wachsen. Die Blaetter sollten gegen Depressionen, Augenleiden und Kopfschmerzen helfen. Ganze Basilikumstaengel trug man am Koerper, um die Sympathie und Liebe anderer zu wecken. Und ein verschenktes Basilikum-Straeusschen galt bereits als echtes Liebesversprechen.
Heute sind etwa 60 verschiedene Sorten des wuerzigen Krautes bekannt. Gruenes Basilikum gibt es vor allem mit grossen, aber auch mit ganz kleinen, spitzigen Blaettern. Sein Aroma erinnert je nach Art an Zitrone, Kampfer, Jasmin, Nelke oder Anis. Aber auch der intensiver schmeckende rote und lila Basilikum wird immer beliebter. Verwendet werden beim Basilikum nur die Blaetter. Sie enthalten etwas Vitamin A und C und verschiedene Mineralstoffe, insbesondere Kalzium und Kalium. Durch seine aetherischen Oele wirkt Basilikum antibiotisch, magenberuhigend und krampfloesend, soll aber auch bei Migraene, Nervositaet und Schlaflosigkeit helfen. Frische Blaetter auf einen Insektenstich gerieben lindern den Juckreiz.
Rosmarin: Der immergruene, winterfeste Rosmarin-Strauch stammt aus dem Mittelmeerraum, kann bis zu einem Meter hoch werden und hat feine, nadelartige Blaetter. Im Gegensatz zu anderen Kraeutern sind die Blaetter des Rosmarins nach und waehrend der Ernte am wuerzigsten. Seine aetherischen Oele erinnern ein bisschen an Kiefern und an Weihrauch, der Geschmack ist aber auch leicht bitter, weshalb man mit Rosmarin immer sparsam umgehen sollte.
Im Altertum schaetzte man Rosmarin vor allem wegen seiner Heilkraefte. In Aegypten und in Rom galt er sogar als Allheilmittel. Im Mittelalter glaubte man, das nadelartige Gewaechs koennte Geister vertreiben oder sogar vor Pest schuetzen. Deshalb legte man Saeuglingen einen Rosmarinzweig mit in die Wiege, band das Gewuerz Braeuten auf den Schleier und gab ihn manchmal sogar mit ins Grab. Man verwendete Rosmarin aber auch als Mittel gegen Zahnschmerzen, Vergiftungen und Traegheit.
Heute hat sich Rosmarin aufgrund seiner antibiotischen und krampfloesenden Wirkung bei Magenbeschwerden, Blaehungen und Rheuma bewaehrt hat. Er regt Herz und Kreislauf an und eignet sich hervorragend bei niedrigem Blutdruck. Mit Rosmarin verschwindet Muedigkeit und die Konzentrationsfaehigkeit steigt.
Thymian: Der ebenfalls aus der Mittelmeerregion stammende Thymian - im Volksmund auch "Quendel" genannt - ist eine zehn bis dreissig Zentimeter hohe Pflanze mit kleinen, spitzen Blaettern. Insgesamt unterscheidet man etwa 60 Arten, am bekanntesten ist dabei der stark duftende Gartenthymian mit seinen kleinen rosa oder lila Blueten. Feld- oder Huehnerthymian hat kleinere, ovale Blaetter mit dunkler Unterseite. Der Geschmack ist sehr wuerzig und schon leicht bitter. Zitronenthymian hat gelbgruene Blaetter und schmeckt wie der Name schon verraet zitronig frisch.
Bereits in der Antike schaetzte man Thymian aufgrund seines Duftes und seiner Heilkraefte. In Aegypten benutzte man ihn zum Einbalsamieren der Toten, in Griechenland wurde er als Weihrauch verbrannt. Im Mittelalter wurde Thymian zum Sinnbild von Kraft und Mut, weshalb man vor allem Krieger mit kleinen Thymianstraeusschen schmueckte. Man glaubte aber auch, dass das wuerzige Kraut Schlangenbisse heilen koennte. Heute weiss man, dass Thymian antibakteriell, krampfloesend und schleimloesend wirkt. Seine aetherischen Oele sind stark antiseptisch und werden in Wurmmittel und Hustensirups eingesetzt.
Warum man viele Kraeuter essen sollte: Kraeuter unterstreichen den Geschmack unserer Speisen oder bringen ihr eigenes Aroma mit ein. Bereits ihr Duft genuegt, um unsere Verdauungssaefte anzuregen und den Appetit zu steigern. Die aetherischen Oele in Kraeutern machen Speisen bekoemmlicher und man benoetigt durch die starken Aromastoffe weniger Salz. Zusaetzlich liefern Kraeuter noch viele Vitamine und Mineralstoffe.
Haltbarmachung: Rosmarin und Thymian eignen sich besonders gut zum Trocknen. Dafuer schneidet man ganze Staengel ab, buendelt sie und haengt sie an einem luftigen, aber schattigen Platz (z.B. auf dem Dachboden) auf. In der Sonne wuerden sich die Aromastoffe schnell verfluechtigen. Wem das zu lange dauert, der kann die frischen Blaetter auch abzupfen und bei niedriger Temperatur im Backofen trocknen. Fertig sind sie, sobald man die Blaetter zwischen den Fingern zerbroeseln kann. Beim Basilikum bleibt das Aroma beim Einfrieren besser erhalten, dazu eignen sich die Blaetter ganz oder gehackt. Kleingeschnitten koennen Kraeuter auch portionsweise mit etwas Wasser in der Eiswuerfelschale tiefgefroren werden. Die meisten Kraeuter eignen sich sehr gut zum Einlegen in Essig oder Oel. Die Glaeser oder Flaschen muessen aber gut verschlossen sein und an einem dunklen Standort lagern, sonst verlieren die Kraeuter Aroma und Farbe.
Rezepte: Haehnchen nach Art der Provence Pesto Pikanter Ziegenkaese
http://www.swr-online.de/kaffee-oder-tee/vvv/alles-frisch/archiv/200 1/07/05/index.html
#AT Christina Philipp #D 06.07.2001 #NI ** #NO Gepostet von: Christina Philipp #NO EMail: chrphilipp@web.de

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